Naturkosmetik boomt. Immer mehr Menschen wählen für ihre Körper- und Hautpflege Naturkosmetik-Produkte. Naturkosmetik klingt nach sanften Pflanzen, reiner Hautpflege und gutem Gewissen. Doch der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt.
Jedes Unternehmen darf ihn oder ähnliche Bezeichnungen auf seine Produkte drucken. Auch dann, wenn nur ein minimaler Anteil natürlicher Inhaltsstoffe enthalten ist. Oft täuschen grüne Farben, Pflanzenmotive und Schlagworte eine Natürlichkeit vor, die nicht gegeben ist. Dieses sogenannte «Green Washing» ist gar nicht so leicht zu durchschauen.
Echte Naturkosmetik erkennen
Wenn du sichergehen möchtest, achte auf anerkannte Zertifikate wie Nature Cosmetics Standard (NCS), NaTrue, BDIH oder Cosmos. Diese Labels stehen für strenge Qualitätsstandards. Sie garantieren, dass die Produkte aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wurden. Zusätzliche Hilfe bietet die Plattform codecheck.info: Den Barcode eines Produkts scannen und sofort sehen, welche Inhaltsstoffe enthalten sind.
Natürliche Rohstoffe statt Mineralöl
In der konventionellen Kosmetik werden Mineralöle verwendet, weil sie billig, lange haltbar und leicht zu verarbeiten sind. Der Haut liefern sie jedoch keine wertvollen Nährstoffe und stehen teilweise im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet vollständig auf Mineralöl. Stattdessen kommen hochwertige pflanzliche Öle und Fette zum Einsatz – zum Beispiel Mandelöl, Jojobaöl oder Sheabutter. Diese enthalten essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Antioxidantien, die unsere Haut nachhaltig pflegen und ihre natürliche Schutzbarriere stärken.
Naturkosmetik aus dem SeelandBei Lagooma Kosmetik verwende ich fast ausschliesslich Naturkosmetik-Produkte. Die meisten davon stammen vom Schweizer Hersteller Liflore aus dem Berner Seeland. Liflore produziert ausschliesslich zertifizierte Naturkosmetik, 100% vegan und ausgezeichnet mit dem NCS-Siegel (Natural Cosmetics Standard). Verarbeitet werden vorwiegend Pflanzen aus biologischem Anbau. Viele stammen aus dem firmeneigenen Bio-Garten oder werden nachhaltig in den Schweizer Bergen gesammelt. Eine Auswahl an Produkten findest du im → Online-Shop von Lagooma Kosmetik.
Mehr Umweltschutz durch Bio
Für die Produktion echter Naturkosmetik werden ausschliesslich natürliche Rohstoffe verwendet. Viele Hersteller setzen auf Bio-Qualität, um unsere Haut und gleichzeitig die Umwelt zu schützen: Bio-Rohstoffe sind frei von Pestiziden. Der biologische Anbau sorgt für den Erhalt fruchtbarer Böden, schont unsere Gewässer vor Giftstoffen und schafft Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Ohne hormonaktive Stoffe
Hormonell wirksame Substanzen wie bestimmte Parabene (Konservierungsstoffe) oder chemische UV-Filter in Kosmetika können unseren Hormonhaushalt beeinflussen. Auch wenn dafür gesetzliche Grenzwerte existieren, nehmen wir im Alltag oft eine ganze Mischung solcher Stoffe auf – zum Beispiel aus Pflegeprodukten und Lebensmitteln. Zertifizierte Naturkosmetik kommt ohne hormonaktive Chemikalien aus.
Kein Mikroplastik enthalten
Viele herkömmliche Peelings oder Cremes enthalten Mikroplastik, entweder als feste Partikel oder in flüssiger Form. Nach dem Abspülen gelangen sie ins Abwasser, wo Kläranlagen sie nicht vollständig herausfiltern können. So landen sie in Flüssen, Seen und im Meer. Tiere nehmen Mikroplastik auf, was zu Verletzungen und Problemen bei der Fortpflanzung führen kann. In der Naturkosmetik wird kein Mikroplastik verwendet.
Gut für uns und die Natur
Wenn wir uns für Naturkosmetik entscheiden, schützen wir unsere Haut vor unnötigen Chemikalien, Produkten aus Mineralölen und Mikroplastik. Wir unterstützen gleichzeitig nachhaltige Herstellungsweisen und leisten einen kleinen Beitrag für eine intaktere Natur.
Bild: Marina Photos, Pexels