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Feste Seifen erobern die Duschkabine

ARIANE AEBERSOLD-VOGEL

ARIANE AEBERSOLD-VOGEL

Kosmetikerin EFZ

Lange galten feste Seifen als ein wenig altmodisch – jetzt erleben sie ein Comeback

Aus den Seifenschalen am Brünneli sind Seifenstücke nie ganz verschwunden. Ihre Bedeutung fürs Händewaschen haben sie behalten, trotz der zunehmenden Konkurrenz durch Flüssigseifen. Nun erobern feste Seifen mehr und mehr auch die Badezimmer und Duschkabinen.

Dort werden sie nicht zum Waschen der Hände benutzt, sondern für die tägliche Reinigung von Gesicht, Körper und Haaren.

Es sind vor allem drei Gründe, die dabei für feste Seifen sprechen:

1. Milde Pflege

Feste Seifen reinigen die Haut und das Haar oft sehr viel sanfter als herkömmliche Duschgels. Sie besitzen einen basischen ph-Wert, was als ideal für die Körperpflege gilt. Ich empfehle, Naturseifen zu verwenden: Sie kommen ohne Konservierungsstoffe aus und bestehen aus natürlichen Zutaten wie pflanzlichen Fetten, Extrakten und ätherischen Ölen.

Handgemachte Seifen aus der Bergwelt von Arosa

Die Seifenmanufaktur in Arosa verwendet ausschliesslich natürliche Rohstoffe für die Produktion ihrer Seifen. Knapp 20 verschiedene Sorten gibt es: Die einen duften süsslich, die anderen würzig, einige orientieren sich an den Düften der Bergwelt. Neben zahlreichen Körperseifen stehen auch zwei Haarseifen zur Auswahl.

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2. Nachhaltiges Produkt

Seifenstücke kommen ohne aufwändige Verpackung aus. Sie verursachen dadurch deutlich weniger Abfall als Duschgels in Plastikflaschen. Feste Seife kann zudem ökologisch besser abgebaut werden als herkömmliche Flüssigprodukte. Auch Erdöl kommt in festen Seifen nicht vor, weil es sich nicht verseifen lässt.

3. Praktisch und sparsam

Feste Seifen sind deutlich sparsamer in der Anwendung als Duschgels und flüssige Handseifen. Dadurch sind sie wesentlich ergiebiger. Seifenstücke sparen gegenüber Flüssigseifen auch Platz. Bei Reisen mit dem Flugzeug kann ein Seifenstück problemlos mit ins Handgepäck. Und dort läuft es erst noch nicht aus.

Wenn ich mir ein neues Stück duftender Seife kaufe, lege ich es natürlich zuerst in den Kleiderschrank. Bis ich es dann im Badezimmer brauche, gibt es seinen angenehmen, dezenten Duft an die Kleider ab. Das hat vor Jahren schon meine Grossmutter so gemacht.

Ein bisschen altmodisch ist manchmal ganz ok, finde ich.